Lokalpolitik im Fokus der Kinderrechte: Jugendliche nutzten Gelegenheit für Fragen an Mitglieder des Regensburger Stadtrates

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Neugierig, kritisch und engagiert zeigten sich Schülerinnen und Schüler der Jakob-Muth-Schule im Gespräch mit drei Lokalpolitikerinnen und -politikern.

Weil du wichtig bist! – unter diesem Motto kamen rund 30 Kinder und Jugendliche der fünften und sechsten Jahrgangsstufe der Jakob-Muth-Schule Regensburg in Begleitung der Schulsozialpädagogin Sonja Eder zu einer Dialogveranstaltung mit Mitgliedern des Regensburger Stadtrates zusammen. Initiiert und umgesetzt wurde der Austausch durch die Evangelische Jugendsozialarbeit Regensburg (ejsa), in deren Räumlichkeiten die Veranstaltung auch stattfand.

Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler bereits intensiv mit Kommunalpolitik und den anstehenden Wahlen sowie den Aufgaben von Stadträtinnen und Stadträten beschäftigt. Mit zahlreichen Fragen wollten sie nun selbst ins Gespräch kommen. Bei der Veranstaltung erwarteten sie neben Sabine Wunderlich (Geschäftsführung ejsa Regensburg) und Dr. Simone Aicher-Frank (Referentin gesellschaftspolitische Jugendbildung, ejsa Regensburg) die Stadträtinnen Bernadette Dechant (CSU) und Theresa Eberlein (Bündnis 90/ Die Grünen) sowie Stadtrat Alexander Irmisch (SPD). Neben einer offenen Fragerunde gehörte auch ein gemeinsames Frühstück mit lockeren Gesprächen zum Programm – Politik zum Anfassen!

Die Fragen der Kinder und Jugendlichen griffen zunächst Themen aus ihrem Alltag auf: Warum gibt es in der Jakob-Muth-Schule keine Klimaanlage oder Getränkeautomaten? Weshalb ist der öffentliche Nahverkehr oftmals so langsam und wie sicher sind Schulwege? Und warum ist alles so teuer? Besonders die Frage nach den steigenden Preisen führte zu einer lebhaften Diskussion. Die Stadträtinnen und Stadträte erklärten anschaulich Zusammenhänge wie Energie- und Personalkosten, Logistik, Qualität von Lebensmittel und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. So entstand ein besseres Verständnis dafür, warum etwa ein Döner einen bestimmten Preis hat und auch haben muss. Schnell wurde hierbei deutlich: Es darf alles gefragt werden!

Im weiteren Verlauf ging es auch um grundlegend gesellschaftliche Themen, wie beispielsweise was die Stadtratsmitglieder für die Umwelt tun. Auf die Frage nach ihrem Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung waren sich alle anwesenden Mitglieder des Stadtrats einig: Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Geschlecht dürfen niemals eine Rolle spielen. Auch das Recht auf Bildung wurde hervorgehoben – als zentrales Kinderrecht und als Schlüssel für persönliche Entwicklung und Teilhabe.

Nach mehr als einer Stunde intensiven Austauschs mischten sich die anwesenden Politikerinnen und Politiker beim gemeinsamen Frühstück für weitere Gespräche in kleinen Gruppen unter die Schülerinnen und Schüler. Insgesamt zeigte der Vormittag, dass die Stimmen junger Menschen zählen – und jedes Kind der Jakob-Muth-Schule erlebte einen Tag zielgerichtet nach dem Motto: Weil du wichtig bist!

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Das Bild zeigt ein Kind, das sich meldet von hinten. Im Hintergrund sind mehrere Personen zu sehen.
Die Dialogveranstaltung der ejsa Regensburg öffnete den Raum für Austausch auf Augenhöhe und zeigte, wie wichtig diverse Perspektiven für eine lebendige Demokratie sind.