Gemeinsam erinnern: Stolpersteine putzen in Regensburg

| Aktuelles

Schülergruppen der ejsa engagieren sich für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Im Juni und Juli sind wieder fünf Schülergruppen aus Einrichtungen der ejsa Regensburg unterwegs, um verschiedene der rund 300 Stolpersteine in der Stadt zu putzen. Damit setzen sie ein wichtiges Zeichen für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Den Start machte in dieser Woche eine Gruppe aus der Offenen Ganztagsschule am Förderzentrum an der Bajuwarenstraße.

Zur Vorbereitung haben sich die Schülerinnen und Schüler in Workshops mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Dabei wurde auch klar, dass viele schon ein Grundwissen mitbringen. Sie erfuhren mehr über die Idee der Stolpersteine, die auf den Künstler Gunter Demnig zurückgeht. Inzwischen gibt es rund 120.000 davon in ganz Europa. Auch die verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes wurden thematisiert.

Besonders eindrücklich war das Beispiel von Charlotte Brandis, für die ein Stolperstein in der Maximilianstraße 16 liegt. Ihre Geschichte machte deutlich, welche Schicksale hinter den Steinen stehen. Die Gruppe reinigte anschließend ihren Stolperstein sowie die ihrer Familie und bekam dafür viel positives Feedback von Passantinnen und Passanten.

Weitere Stationen waren unter anderem die Von-der-Tann-Straße, der Bereich am Dachauplatz und die Synagoge. In den kommenden Wochen beteiligen sich außerdem die Grundschule Königswiesen, die Von-der-Tann-Grundschule und die Jakob-Muth-Schule an der Aktion.

Zurück
Draufsicht auf Kinder, die Stolpersteine putzen.
Kinder aus der Offenen Ganztagsschule am Förderzentrum an der Bajuwarenstraße beim reinigen von Stolpersteinen (Quelle: Dr. Simone Aicher-Frank).