Herausforderung Fachkräftemangel

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Zweimal im Jahr kommen die Mitarbeitenden der ejsa Regensburg zusammen, um sich zu aktuellen Themen auszutauschen. Die Berichte der Geschäftsführung und aus den Abteilungen im Rahmen der diesjährigen Frühjahrskonferenz zeigen, dass der Fachkräftemangel in der Jugendsozialarbeit deutlich spürbar ist.

So stehen auf der einen Seite erhöhte Anforderungen im Arbeitsalltag der Sozialpädagogen. Die Probleme der Kinder und Jugendlichen sind heutzutage viel individueller und erfordern umso differenziertere Lösungen. Außerdem sind die Rahmenbedingungen an den Schulen verändert, z.B. ist das „Schulprofil Inklusion“ immer weiter verbreitet. Im Personalschlüssel für die Betreuung werden diese Aspekte allerdings auf der anderen Seite kaum berücksichtigt. Umso wichtiger ist es auch für die ejsa, Nachwuchsarbeit bei der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte zu leisten und potentielle Mitarbeiter schon früh für eine Tätigkeit bei der Institution zu begeistern.
Dies gelingt unter anderem durch 22-Wochen-Praktika , die die ejsa regelmäßig anbietet und deren fachkundige kontinuierliche Begleitung. „Die Praktikantinnen werden bei uns nicht allein gelassen, im Gegenteil, sie erfreuen sich einer kollegialen, ja fast „familiären“ Einbindung im Betrieb“, schildert die Praktikumsbeauftragte Sandra Bachmeier die Philosophie der ejsa. Im Sommersemester 2019 wurden auf Grund des hohen Bedarfs sogar drei statt der üblichen zwei Stellen eingerichtet. Die Studentinnen der Fachrichtung „Soziale Arbeit“ an der OTH Regensburg berichten zu Ihrer Arbeit:

Anneli Rittger (JaS Pestalozzi Mittelschule, OGS SFZ Bajuwarenstraße)
„Meine Mutter ist im Dekanat tätig, mir war die ejsa also schon ein Begriff, bevor ich den Stellenaushang an der Hochschule gesehen habe. Ich möchte später definitiv mit Kindern arbeiten. Die praktischen Erfahrungen, die ich bei der ejsa sammle, sind dafür sehr hilfreich. Man wird hier sehr schnell und gut ins Team aufgenommen und die Anleitung bei der Erfüllung der Aufgaben durch die betreuenden Fachkräfte ist sehr gut.“

Ina Schmuck (JaS Grundschule Hohes Kreuz, OGS Mittelschule Pestalozzi/Schülercafé)
„Mir wurde die ejsa als Arbeitgeber von einer Kommilitonin aus einem höheren Semester empfohlen. Ich habe den Wunsch, im schulischen Kontext zu arbeiten. Die Kombination der Bereiche im Rahmen der Praktikumsstelle ist daher sehr interessant. In der Offenen Ganztagsschule ist sehr selbstständiges Arbeiten möglich. Bei der Jugendsozialarbeit an Schulen bekommt man durch das Hospitieren gute Eindrücke.“

Lea Reutner (Familienzentrum, Jugendcafé)
„Ich habe bereits mein Kurzpraktikum bei der ejsa absolviert. Das hat mir gut gefallen, darum habe ich mich jetzt auf die Ausschreibung der längerfristigen Stelle beworben. Die Tätigkeit im Familienzentrum und im Jugendcafé ist sehr abwechslungsreich. Man hat mit Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen Kontakt und kommt mit den unterschiedlichsten Kulturen in Berührung. Die Fachkräfte der ejsa nehmen sich viel Zeit für uns Praktikanten und sind bei Fragen jederzeit ansprechbar.“

Bereits seit vielen Jahren steht die ejsa Regensburg in engem Kontakt zur OTH Regensburg und regelmäßig werden Praktikums- wie auch Fachkraftstellen mit Studierenden und Alumni der Hochschule besetzt. Die Anstellung von Personen aus der Region verspricht grundsätzlich eine höhere Chance auf eine dauerhafte Bindung. „Wir stehen aber auch Bewerbungen von Studierenden an Hochschulen außerhalb Regensburgs oder sogar aus anderen Bundesländern aufgeschlossen gegenüber. Man weiß ja nie, vielleicht wird Regensburg zur neuen Heimat“, betont Sandra Bachmeier, die selbst seit vielen Jahren bei der ejsa im Arbeitsfeld „Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) tätig ist.

Aktuelle Stellenausschreibungen der ejsa Regensburg sind hier zu finden.

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© ejsa Regensburg / Martina Weininger (Valentum Kommunikation GmbH)
Die Praktikantinnen Anneli Rittger, Ina Schmuck und Lea Reutner zusammen mit JaS-Fachkraft Sandra Bachmeier, Praktikumsbeauftragte der ejsa Regensburg.